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Rechte Angriffe auf Geschlechtergleichheit - Vortrag mit anschließender Diskussion am 5.07.17

Mittwoch 5. Juli 2017 | ab 18 Uhr | Villa offensiv | Hasselwerderstraße 38- 40 in 12439 Berlin

Mit Schlagwörtern wie „Frühsexualisierung“ von Kindern, „Gender Mainstreaming als „politische Geschlechtsumwandlung “ und einer angeblichen „Genderisierung“ ganzer Gesellschaften machen derzeit antifeministische Akteure unterschiedlicher politischer Spektren Stimmung gegen Familien- und Gleichstellungspolitiken, die „Ehe für alle“ und die Anerkennung vielfältiger Lebensformen. Auch wenn eine offene Zusammenarbeit zwischen der extremen und bürgerlichen Rechten bislang nur punktuell zu beobachten ist, zeugen gegenseitige Bezugnahmen und geteilte Argumentationslinien von Schnittmengen im organisierten Antifeminismus diesseits und jenseits der extremen Rechten.

Der Vortrag wird durchgeführt von Juliane Lang, vom „Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus“. In der anschließenden Gesprächsrunde mit der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes, Anke Armbrust, und der Sprecherin für Gleichstellung und gesellschaftliche Vielfalt der SPD-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick, Ana-Maria Trasnea, können Gegenstrategien diskutiert werden, um sich für die im Bezirk gelebte sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu positionieren.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Pressemitteilung: Erfolgreiches „Fest für Demokratie und Toleranz“ von Bedrohung durch Neonazi überschattet

 

Am Samstag, dem 20. Mai 2017, fand zum 13. Mal das „Fest für Demokratie und Toleranz“ in der Schnellerstraße in Berlin-Schöneweide statt. An mehr als 40 Ständen präsentierten sich Vereine, Organisationen und Nachbarschaftsinitiativen aus Treptow-Köpenick. Für das kulturelle Programm und die musikalische war durch zwei Bühnen gesorgt.Nach dem Fest kam es beim Abbau der Stände zu einer Bedrohung von Personen in der Schnellerstraße Ecke Spreestraße, die einen größeren Polizeieinsatz nach sich zog.

Nach dem Zeigen eines Hitlergrußes aus einer Gruppe von vier Personen wurde diese von einer engagierten Person aus der Zivilgesellschaft aufgefordert, dies zu unterlassen. Hierbei kam es erneut zum Zeigen eines Hitlergrußes. Ein Mitarbeiter des Zentrums für Demokratie sagte  laut, dass er nun die Polizei rufen würde. Daraufhin kam der Neonazi-Rocker auf den Mitarbeiter zu und drohte: "Ich zeig dir noch was ganz anderes". Während er das sagte, griff er mit seiner rechten Hand in die linke Innenseite seiner Jacke. Es entstand der Eindruck, dass der Neonazi-Rocker eine Waffe ziehen könnte. Um die Person auf Abstand zu halten, warf der Mitarbeiter eine Flasche vor die Füße des Neonazi-Rockers und schrie ihn an, dass er weg bleiben sollte. Daraufhin zog sich der Neonazi-Rocker mit dem Rest seiner Gruppe in die Kneipe "Balla Balla" in der Spreestraße zurück. Die Polizei bestätigte die Bedrohungssituation und forderte Verstärkung an, um die Tatverdächtigen zu ermitteln. Diese hatten sich jedoch bereits aus der Kneipe entfernt.

„Wir sind entsetzt darüber, dass Mitarbeiter von uns, die sich seit Jahren für demokratische Kultur im Stadtteil stark machen, Angst um ihr Leben haben müssen“, so Birgit Hannemann, Geschäftsführerin vom Verein offensiv’91 e.V., der das Fest seit Jahren anmeldet. „Dieser Vorfall zeigt, dass es noch immer wichtig und notwendig ist, gegen Angsträume in Schöneweide und rechtsextremes Gedankengut vorzugehen. Hier sind alle demokratischen Akteure im Bezirk gefragt. “Es wurde durch den Betroffenen Anzeige wegen des Zeigens verfassungswidriger Symbole und der Bedrohung gestellt.

 

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:

Birgit Hannemann
offensiv’91 e.V. - Geschäftsführung
Tel.: 030 / 631 60 63

Pressemitteilung Kampagnenstart „Schöneweide verbindet“

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Pressemitteilung Kampagnenstart „Schöneweide verbindet“ 9. Mai 2017

„Wir haben Angst vor hohen Mieten, nicht vor neuen Nachbarn.“

„Wir haben Angst um unseren Sportplatz, nicht vor neuen Mitspielern.“

„Wir haben Angst um unsere Jobs, nicht vor neuen Kollegen.“

 Mit diesen und weiteren Aussagen startet am 9. Mai 2017 die neue Kampagne von sozialen Einrichtungen und aktiven Einzelpersonen und Initiativen aus Schöneweide. Unter dem Titel „Schöneweide verbindet“ setzen sich Menschen dafür ein, demokratische Debattenkultur zu fördern und Alltagsrassismus etwas entgegen zu setzen. Neben farbenfrohen Plakaten im Schöneweider Stadtbild gibt es die direkte Ansprache an Bewohner_innen auf verschiedenen Stadtteilfesten, so erstmals beim „Fest für Demokratie“ am 20.Mai 2017.

 „Im Zusammenhang mit den Themen Migration und Flucht wurde die letzten Monate viel über Ängste gesprochen. Wir möchten aufzeigen, dass Menschen, die hier leben, unabhängig von ihrer Herkunft, gemeinsame soziale Ängste haben, die sie verbinden, und so rassistisch aufgeladene Ängste fehl am Platz sind.“ so Henriette Haase aus dem Mehrgenerationenhaus „Sonnenhaus“ in Niederschöneweide. Um weitere Zielgruppen anzusprechen, wird die Kampagne durch die Aufforderung der Positionierung in sozialen Medien begleitet. Über die Internetseite www.schoeneweide-verbindet.de können Interessierte eigene Motive erstellen und diese über soziale Medien verteilen oder per E-Mail verschicken. 

Für weitere Nachfragen steht zur Verfügung:

 Lisa Gutsche

Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick

030 / 65487293

www.schoeneweide-verbindet.de

Auswertung des Registers Treptow-Köpenick für 2016 erschienen

Das Register Treptow-Köpenick hat im Jahr 2016 einen neuen Höchststand erfasst mit 367 gemeldeten Vorfällen. Dominiert hat dabei neonazistische Propaganda, die an die eigene Szene gerichtet war. Rassismus war trotzdem das häufigste Motiv, vor allem bei Angriffen die zum Teil noch brutaler waren als im Vorjahr, aber auch Sachbeschädigungen und Kundgebungen zeugten von einer zunehmenden Radikalisierung der organisierten Rechten.

Die gesamte Auswertung können Sie hier lesen.

Argumentationstraining gegen rechtspopulistische und rassistische Positionen

Ob Kolleg_innen, Familie, Nachbarschaft – wir sind aktuell an unterschiedlichen Orten mit populistischen bis hin zu offen rechten und rassistischen Positionen konfrontiert. Dies zeigt sich auch hier in Treptow-Köpenick.

In welchen Situationen kann und will ich mich mit rechten Parolen argumentativ auseinandersetzen? Wie kann ich bei rassistischen Sprüchen die meine eigene Unsicherheit zu überwinden? Wie gelingt es mir ruhig zu bleiben?Das Seminar möchte dazu beitragen, die eigene inhaltliche Position zu stärken und mehr Souveränität in konkreten Situationen zu gewinnen. Anhand der spezifischen Erfahrungen der Teilnehmenden werden im Seminar Auftreten und Redeverhalten in konkreten Situationen besprochen. Eine Vielfalt von interaktiven, wissensvermittelnden und reflektierenden Methoden soll die Teilnehmenden in ihrer unmittelbaren Argumentationssicherheit stärken. Intensiv werden eigene Reaktionsmöglichkeiten geübt und die individuelle Handlungsfähigkeit gerade in kritischen Situationen erweitert.

Trainer*innen: Das Seminar wird geleitet von zwei Trainer_innen vom Team von Gegenargument – Ein Argumentationsseminar (www.gegen-argument.de). 

Montag, 26. Juni 2017

10 Uhr bis 17 Uhr

im Zentrum für Demokratie, Michael-Brückner-Straße 1, 12439 Berlin

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf max. 16 begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis spätestens 12. Juni 2017 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

gefördert durch
Besuchsadresse

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße
(gegenüber S-Bhf Schöneweide)

Tel.: 030 - 65 48 72 93
E-Mail: zentrum@offensiv91.de
Postanschrift

Zentrum für Demokratie
c/o offensiv'91 e.V.
Hasselwerderstr. 38 - 40
12439 Berlin